Produktivität

Die Packliste, die nicht nervt: Was du für eine Workation wirklich brauchst

WorkationBase Redaktion · 22. September 2026 · 6 Min Lesezeit

Die Packliste, die nicht nervt: Was du für eine Workation wirklich brauchst

Packlisten für Workations lesen sich, als müsste ein ganzes Büro auswandern. Das Gegenteil ist richtig: Fast alles, was du für vier Wochen Arbeit im Ausland brauchst, passt in einen Rucksack, wenn du weißt, warum du es mitnimmst. Hier steht deshalb bei jedem Teil die Begründung. Was keine hat, bleibt zu Hause.

Technik: Redundanz nur dort, wo ein Ausfall dich Tage kostet

Laptop plus ein zweites Gerät, auf dem du notfalls arbeiten kannst. Meist ist das Tablet oder das Smartphone mit Tastatur. Ein defekter Laptop in Tiflis bedeutet drei bis zehn Tage Reparatur oder einen Neukauf zu Preisen über dem deutschen Niveau. Du musst in der Zeit nicht produktiv sein, aber erreichbar.

Zwei Wege ins Internet. Das WLAN der Unterkunft und eine lokale SIM oder eSIM mit mindestens 20 GB. Das ist kein Backup, das ist der Normalfall: In Südeuropa fällt das WLAN im Altbau regelmäßig aus, in Südostasien ist Mobilfunk oft schneller als der Anschluss der Wohnung. Ein Reiserouter lohnt sich erst ab acht Wochen.

Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung und einem Mikrofon, das dein Gegenüber versteht. Cafés, Colivings und Flex-Desks sind laut. Der Punkt ist weniger, dass du besser hörst, sondern dass dein Team dich nicht als „die mit dem Straßenlärm" abspeichert.

Ein Ladegerät mit mehreren Anschlüssen (65 W oder mehr) und ein Reiseadapter mit Schutzkontakt. Ein Netzteil für alles halbiert das Kabelgewirr. Der geerdete Adapter ist wichtiger, als er klingt: Viele billige Adapter haben keinen Schutzleiter, und Laptop-Netzteile kribbeln dann am Gehäuse.

Kein zweiter Monitor. Ein 15-Zoll-Reisemonitor wiegt ein Kilo und braucht Platz auf einem Schreibtisch, den du in der Unterkunft oft nicht hast. Wer wirklich zwei Bildschirme braucht, mietet einen Fix-Desk im Coworking mit Monitor. Das ist billiger als das Gewicht.

Ergonomie: der Teil, den alle streichen und nach zwei Wochen bereuen

Ein faltbarer Laptopständer und eine kompakte externe Tastatur. Zusammen unter 500 Gramm. Der Laptop auf Tischhöhe zwingt den Kopf 30 Grad nach unten, und nach zehn Tagen tut der Nacken weh. Das ist der Ausrüstungsposten, den fast jeder erst bei der zweiten Workation mitnimmt.

Eine Maus, wenn du mit Tabellen oder Design arbeitest. Sonst nicht.

Was du nicht brauchst: den ergonomischen Stuhl. Den findest du im Coworking. Unterkünfte mit „Arbeitsplatz" haben oft einen Küchenstuhl, frag vor der Buchung nach einem Foto.

Dokumente: Papier für den Fall, dass das Handy nicht geht

Gesundheit: das, was du vor Ort nicht schnell bekommst

Deine Dauermedikamente für die gesamte Zeit plus zwei Wochen Reserve, mit Beipackzettel und bei verschreibungspflichtigen Mitteln einer Kopie des Rezepts. Vieles gibt es im Ausland günstiger, aber unter anderem Namen, und die Suche kostet einen halben Tag. Dazu ein kleines Set: Schmerzmittel, Durchfallmittel, Elektrolyte, Pflaster, Fieberthermometer. Der Rest kommt aus der Apotheke vor Ort, die es überall gibt.

Für Südostasien und Lateinamerika: Mückenschutz mit mindestens 30 Prozent DEET aus Deutschland, die lokalen Produkte sind oft schwächer. Und Sonnenschutz mit hohem Faktor, den es auf den Kanaren gibt, aber zum doppelten Preis.

Was nicht mit muss

Der Drucker, der Reisewasserkocher, die zweite Jacke, das dritte Paar Schuhe, die Powerbank über 100 Wattstunden (die darf ohne Freigabe der Airline nicht ins Flugzeug). Und die Angst, etwas zu vergessen: Alles außer Medikamenten, Pass und Laptop kannst du innerhalb von 24 Stunden vor Ort kaufen. Das ist der eigentliche Grund, warum diese Liste kurz ist.

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