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Winter-Workation ohne Jetlag: Wo es im Januar warm ist und die Uhr fast gleich geht

WorkationBase Redaktion · September 25, 2026 · 6 min read

Winter-Workation ohne Jetlag: Wo es im Januar warm ist und die Uhr fast gleich geht

Der Januar ist der Monat, in dem die meisten eine Workation buchen, und der Monat, in dem die meisten falsch buchen. Thailand oder Mexiko liefern Wärme, aber fünf bis sieben Stunden Zeitverschiebung. Du sitzt dann um 16 Uhr im Daily, während draußen der Sonnenuntergang läuft. Es gibt Ziele, die beides schaffen: Tageswerte um 18 bis 21 Grad und höchstens eine Stunde Abstand zur deutschen Zeit. Hier sind sie, mit Klimadaten statt Prospektwerten.

Was „warm" im Januar heißt

Die Zahlen unten sind langjährige Mittel der Tageshöchstwerte (Klimatabellen der Wetterdienste, Referenzperiode 1991 bis 2020). Das Tagesmittel liegt jeweils drei bis fünf Grad darunter, nachts wird es überall kühler, als du denkst. 18 Grad am Tag heißen: T-Shirt in der Mittagssonne, Pullover ab 17 Uhr, und eine Heizung in der Wohnung ist keine Luxusfrage. Frag vor der Buchung, ob es eine gibt. Auf den Kanaren und in Andalusien ist das nicht selbstverständlich.

OrtMax. JanuarRegen JanuarSonne JanuarZeit zu Deutschland
Las Palmas (Gran Canaria)21,1 °C23 mm184 h−1 h
Agadir (Marokko)21,2 °C32 mm235 h0 h
Funchal (Madeira)20,0 °C67 mm161 h−1 h
Marrakesch (Marokko)19,1 °C25 mm230 h0 h
Limassol (Zypern)17,9 °C87 mm195 h+1 h
Málaga (Andalusien)17,2 °C62 mm183 h0 h
Valletta (Malta)15,7 °C79 mm169 h0 h

Kanaren: die sichere Bank

Las Palmas ist im Januar der wärmste Ort Europas mit einer echten Stadt drumherum: 21 Grad am Tag, 15 in der Nacht, Wassertemperatur um 20 Grad, kaum Regen. Mehrere Coworking-Spaces liegen in Laufweite zur Playa de las Canteras, dazu eine Uni und ein Nachtleben, das nicht nur aus Touristen besteht. Der Süden Gran Canarias und Teneriffas ist ein, zwei Grad wärmer, aber Hotelzone. Wer im Januar arbeiten will, fährt in die Städte: Las Palmas, Santa Cruz, Puerto de la Cruz.

Die Uhr geht eine Stunde nach, im Alltag ein Vorteil: Dein Arbeitstag beginnt um 8 Uhr Ortszeit, wenn die Kollegen um 9 loslegen, und endet um 16 Uhr mit zwei Stunden Tageslicht Rest.

Madeira: grün, feucht, überraschend produktiv

Funchal hat 20 Grad am Tag, aber 67 mm Regen im Januar. Das ist kein Dauerregen, sondern Schauer, die über die Berge ziehen. Die Südküste bleibt oft trocken, während es im Norden schüttet. Madeira wirbt seit 2021 gezielt um Remote-Worker, im Winter sind die bekannten Orte voll. Wer Ruhe will, wohnt in Funchal selbst und fährt am Wochenende raus. Coworking gibt es in Funchal und an der Südwestküste, die Monatspreise liegen unter denen Lissabons. Wassertemperatur 18 bis 19 Grad, das ist was für Hartgesottene. Und: Die Insel hat Berge bis 1.800 Meter, das Wetter in Funchal sagt nichts über das Wetter zehn Kilometer weiter.

Andalusien: Stadt statt Strand

Málaga erreicht im Januar 17 Grad, nachts fällt es auf 8. Das ist keine Strandtemperatur, aber eine sehr gute Arbeitstemperatur: 183 Sonnenstunden, kaum Wind, eine Stadt mit Bahnhof, Flughafen und Coworking an jeder zweiten Ecke. Sevilla und Cádiz liegen ähnlich. Was fehlt, ist die Heizung: Andalusische Altbauwohnungen sind für den Sommer gebaut. Ein Klimasplit mit Heizfunktion gehört in die Buchungsanfrage.

Malta und Zypern: knapp drunter

Beide verfehlen die 18 Grad. Valletta hat 16 Grad am Tag und zehn Regentage im Januar, Limassol 18 Grad und den meisten Regen der Liste. Dafür sind beide englischsprachig, mit EU-Rechtsrahmen und im Fall Zyperns 195 Sonnenstunden. Zypern liegt eine Stunde vor Deutschland, das passt zu Teams, die früh anfangen. Für den Januar sind beide zweite Wahl. Ab März drehen sie auf.

Marokko: am wärmsten, aber außerhalb der EU

Agadir und Marrakesch haben die meisten Sonnenstunden und Tageswerte um 19 bis 21 Grad. Nachts wird es in Marrakesch aber sechs Grad kalt, und die Riads sind kaum geheizt. Agadir an der Küste ist ausgeglichener. Marokko liegt zeitlich gleich mit Deutschland (im Ramadan stellt das Land eine Stunde zurück). Bedenke: kein EU-Land, also keine A1-Bescheinigung, Reisekrankenversicherung extra prüfen, und die Internetqualität außerhalb der Städte schwankt.

Die Wahl in einem Satz

Wer Strand und Wärme will: Las Palmas. Wer Stadt und Anbindung will: Málaga. Wer Landschaft will und Regen aushält: Madeira. Wer die meiste Sonne will und etwas Bürokratie in Kauf nimmt: Agadir.

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